Dauerhafte Einträge
Seit es das Internet gibt, wird es immer einfacher Informationen zu bekommen. Dies gilt insbesondere auch für alle, die gern mehr über ihren eigen Stammbaum erfahren wollen. Ahnenforschung ist mittlerweile ein wirklich sehr beliebtes Thema im World-Wide-Web. Auch ich habe vor einigen Jahren angefangen im Internet nach meinen Vorfahren zu suchen und bin auch gleich fündig geworden. Leider war es eine amerikanische Seite und es war etwas mühevoll alle Informationen einzuordnen. In letzter Zeit gibt es aber auch immer mehr deutsche Seite, die sich mit der Ahnenforschung oder auch Genealogie die griechische Bezeichnung bzw. Familienforschung beschäftigen.
Dieses Portal soll nun dazu dienen alle möglichen Informationen zum Thema Ahnenforschung zu sammeln. Hier können Seiten vorgestellt werden, die sich dem Thema angenommen haben, aber auch eigene Geschichten über die Familie, was man so herausgefunden hat. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich ja mit diesem Thema. Also wer einen einen kleinen Artikel schreiben möchte und hier veröffentlichen will, schreibt einfach eine Email und bekommt einen Account freigeschaltet zum veröffentlichen von Artikeln.
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Der britische Ahnenforschungs-Dienst Ancestry.co.uk hat keine Kosten und Mühen gescheut und den Datenbestand aller britischer Telefonbücher von 1880 bis 1984 digitalisiert. Es handelt sich dabei um ungefähr 280 Millionen Telefonbucheintragungen. Die Datensätze schließen die Telefonnummer aber auch die Adressen mit ein und Prominenz wird dabei nicht ausgeschlossen. Wieviel Geld der Anbieter dafür investiert hat, ist nicht bekannt, aber es scheint sich heutzutage wirklich zu lohnen, in den Bereich Genealogie zu investieren.
Diese Datenbestand ist sicherlich nicht nur für den Laien interessant, der wissen will, wo seine Familie einmal gelebt hat. Es lassen sich sicherlich diverse Lücken im Stammbaum füllen, diverse Bewegungen der Vorfahren nachvollziehen. Aber auch für die Wissenschaft scheint dieser Datenbestand von großem Nutzen.
Zu beachten ist dabei natürlich, das in früheren Jahren bevorzugt die Betuchteren sich ein Telefon leisten konnten. Jedoch läßt sich anhand der Telefonbücher auch die schnelle Verbreitung des Telefons nachweisen. Das erste Telefonbuch Londons aus dem Jahre 1880 enthält gerade einmal 284 Namen und noch keine Telefonnummer, da die Gespräche noch vermittelt wurden. In der ersten landesweiten Ausgabe eines Telefonbuches im Jahre 1896 gab es bereits mehr als 81000 Einträge. 100 Jahre später brauchte man dann schon fast 150 regionale Telefonbücher. Zu erwähnen wäre vielleicht noch, daß Telefonbücher natürlich immer eine sehr hohe Auflage haben.
In diesem Datenschatz kann man wirklich vieles suchen und finden. Für viele wird sicherlich die Suche nach berühmten Persönlichkeiten eine wahre Freude sein. Wer wollte nicht schon mal nach den britischen Premiers suchen oder eben nach Bram Stokers. Jeder kann, wenn vorhanden, eine lückenlose Geschichte seiner Familie erstellen, wie lange sie so gelebt haben, aber auch die Geschichte bestimmter Häuser läßt sich erstellen, wer hat von wann bis wann in einem bestimmten Haus gelebt. Mit Hilfe eines digitalisierten Datensätzen eröffnen sich wirklich extrem viele Möglichkeiten der Suche und Zusammenstellung von Zusammenhängen. Und hier werden bestimmt auch der ein oder andere Geschichtswissenschaftler drüber brüten.
Nun hat der Anbieter dies sicherlich nicht zur seinem eigenem Spaß veranlasst. Ancestry.co.uk möchte natürlich damit Geld verdienen. Und deshalb kommt man auch erst in den Genuss dieser Daten, wenn man seine monatliche Grundgebühr errichtet. Wenn man jedoch die Möglichkeiten sieht, die allein solch eine Datensatz bietet, ist es vielleicht das Geld wert. (Quelle:Spiegel.de)

Sonntag, 9. Dezember 2007
Wer seinen eigenen Stammbaum erstellen will, kommt heutzutage kaum um den Computer herum. Es geht einfach schneller und ist viel übersichtlicher, als wenn man dies per Hand auf Zettel oder in ein Buch schreibt. Nun gibt es aber schon eine Fülle an guter Software. Hier nun einmal eine kurze Vorstellung eine Stammbaum-Software für Einsteiger.

Mit "Der Stammbaum 4.0 kompakt" lassen sich Familiendaten schnell und einfach sammeln und archivieren. In der Einsteigerversion lassen sich pro Familie bis zu 500 Personen sowie ihre verwandtschaftlichen Beziehungen verwalten. Für jede Person kann man eine Biografie erstellen und eine unbegrenzte Zahl an Ereigenissen. So geht nichts verloren. Dazu lassen sich Familienfotos und eingescannte Dokumente, Wappen oder auch Videofilme und Audiodateien hinzufügen. So kann man seinen Familienstammbaum auch in ansprechender Form präsentieren. Das ganz läßt sich dann auch mit einer komfortablen Druckfunktion auf Papier bringen, es gibt bis zu 20 Druckoptionen.
Die Programmhilfe ist sehr umfangreich und so kommt wirklich jeder mit diesem Programm zurecht.
Wer das Programm einmal ausprobieren möchte findet es HIER
Es gibt natürlich auch eine VErsion für Fortgeschrittene und Profis, im Preis macht sich dies dann aber sofort bemerkbar. Wer trotzdem zur Profiversion greifen will, findet HIER mehr Informationen.
Systemvoraussetzungen: PC, 500 MHz, Win 98/ME/2000/XP, , 128 MB RAM, 50 MB freier Festplattenspeicher
Samstag, 8. Dezember 2007
Die Heraldik umfasst insgesamt die Bereiche der Wappenkunde, der Wappenkunst und des Wappenrechts. Sie ist eine historische Hilfswissenschaft als Disziplin der Geschichtswissenschaft.
Das klingt jetzt ziemlich hochtrabend, also fangen wir lieber einmal ganz von Vorne an. Wie entstanden eigentlich Wappen. Nor vor dem Mittelalter, schon in prähistorischer Zeit versuchten Stämme ihre eigene Kultur auch in ihrem Äußeren darzustellen. Sie verwendeten bestimmte Kleidung oder auch Kopfschmuck und zwar in bevorzugten Farben und mit Symbolen. Tiersymbole waren dabei schon immer sehr beliebt. So konnte auch im Feld jeden Krieger seine Stammeszugehörigkeit signalisieren. Was sich bewehrt wird natürlich weiter getragen und so übertrug sich diese Art der Kennzeichnung auch in die nächsten Zivilisationen. Dabei blieben Tiersymbole die meist verwendeten Zeichen. So trugen die Griechen auf ihren Schilden Tiere wie Löwen, Pferde oder Vögel, aber auch die Herrführer Persiens oder Chinas setzten auf den Schilden und Fahnen verschiedene Zeichen und Figuren und auch die Legionen Roms hatten ihre eigenen Symbole und Insignien. Zunächst blieben diese Symbole meist aber noch Dekoration. Entscheidend für eine Schlacht waren die Feldfarben der Standarten, Wimpel und der Kleidung. So konnte man sie halt auch aus großer Entfernung identifizieren. Heutzutage tarnen sich Armeen ja lieber, aber im Sport kennt man diese Kennzeichnung sehr wohl noch. Aus den verschiedenen Schildformen, Schildfarben und Schildsymbolen gingen jedoch später die Schildwappen hervor.
Im Mittelalter wählten dann die Herrscherhäuser ihre ganz eigenen Symbole aus. Bei Schlachten hatte die Kleidung und die Rüstungen immer weniger Unterschiede und so wurden die Farben und Symbole auf den Schildern immer wichtiger. Um trotzdem einen guten Erkennungswert zu erreichen, wählte man einfache geometrische Formen und verschiedene Farben. Zunächst waren die Farben und Symbole personenbezogen und konnte auch jederzeit gewechselt werden.
Während der Kreuzzüge nun zogen viele Fürstenhäuser gleichzeitig in den Krieg und durch die Rüstungen, die auch das Gesicht verbargen kam es teils zu einem großen Wirrwarr. So entstanden die sogenannten Erbschilde. Schon während des 2. Kreuzzuges war es eine Ehre, wenn man das gleiche Zeichen auf dem Schild trug wie die Vorfahren während des 1. Kreuzzuges. Seither waren die Wappenzeichen weithin sichtbar auf den Schilden, auf Brust und Rücken, bis hin zu den Pferdedecken und den Wimpeln der Lanzen.
Ein weiterer Grund für die Entwicklung der Wappen waren die Ritterturniere. Um die Ritter, trotz der Rüstung erkennen zu können, trugen die Ritter, die am Turnier teilnahmen ihr eigenes Wappen auf den Schildern. Die Wappen dienten bei solchen Turnieren auch dazu, damit der Herold die Ritter im Turnier ausrufen konnte. Auch wurden in dieser Zeit oft schon Verwandtschaftsverhältnisse durch Wappen sichtbar. Einige Wappensymbole wurden so bekannt, daß sie sogar eigene Kurznamen erhielten.
In der Renaissance verschwanden die Ritterturniere schnell und mit Verbreitung der neuen Feuerwaffen wurden auch Schild, Lanze und Rüstung überflüssig. Man sollte meinen, daß nun auch die praktische Funktion der Wappen verloren ging. Jedoch hatten die Wappen mittlerweile auch eine hoheitliche Funktion erhalten. Die meisten Ritter waren nun einmal Analphabeten. Mit Hilfe der Wappen konnten sie trotzdem Dokumente zuordnen. In dieser Zeit entstand das Amt des Herolds, der alle Namen, Titel und Wappen kennen mußte. Schnell übertrug sich das Wappenwesen auch auf andere Bereiche. So wurden sie schnell im Rechtssystem benutzt, sie wurden auf Siegeln angebracht, auf Stadttoren usw. Sie verloren somit immer mehr die praktischen Funktionen und die Darstellungen wurden wesentlich kunstvoller und aufwendiger.
Man sollte meinen, daß Wappen heutzutage keine Rolle mehr spielen. Sie waren im Grunde aber Vorläufer der Schutzmarken der bürgerlichen Zeit. Denn die Aufnahme in die Wappenrolle garantierte , daß niemand sonst das gleiche Symbol tragen durfte.
In Deutschland darf auch heute jede natürliche oder juristische Person ein eigenes Wappen wählen und ist analog dem Namensrecht davor geschützt, das Andere das gleiche Wappen führen.
Im englischsprachigen Raum haben sich bis heute staatliche Heroldsämter erhalten. Sie prüfen die Wappenberechtigung eines Wappen. So besitzen auch viele "Berühmtheiten", die zum Ritter geschlagen wurden ihr eigenes Wappen.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Caffamacher = Samtweber
Carbiner = Musketier
Castner = Rentamtmann, Kastellan
Celista = Bedeutung: Geiger, Spielmann, Geigenbauer
Chorführer = Tanzmeister
Clausurmacher = Hersteller von Buchschließen und kleineren Verschlüssen; auch Gürtler, Nestler
Colorist = jemand der Zeichnungen, Drucke und Photos ausgemalt hat
Compir = Pate, Gevatter
Consumtionsschreiber = Steuerbeamter
Conterfehter = Portraitmaler
Conterfeiter = Portraitmaler
Conterfettner = Portraitmaler
Corduanmacher = Gerber von Corduanleder, auch Schuhmacher
Credenzer = Kelner
Creutzschmied = Schmied für Degen- und Schwertgriffe
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Hier nun alte Berufsbezeichnungen mit Buchstaben B. Diese Liste wird ständig erweitert, es lohnt sich also öfters mal reinzuschauen.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Backmann = Bäcker
Badreiber =Masseur, Inhaber einer Badestube
Balbierer = Barbier
Ballonenmacher = Hersteller von Lederbällen
Bandmacher = Verfertiger des Zwirnbandes
Bandreißer = Verarbeiter von Weiden zur Herstellung von Faßreifen
Bannwart = Flur-, Weinbergshüter, Gerichtsdiener
Barchenweber = Weber des Barchen(t)
Barchetweber = Weber des Barchen(t)
Baretmacher = Hersteller des Baretts und des Biretts
Bargilde = Freier Grundbesitzer, der von seinem Land Abgaben zu zahlen hatte
Bärschneider = Schweinekastrierer
Bartzwicker = Barbier
Baukondukteur = Bauaufseher, Landmesser
Baumann = Besitzer eines uralten Hofes (bremisch); Vollbauer oder Marschbauer (niederdeutsch); der in der Gemeinde vollberechtigte Bauer
Baumeister = Gutsverwalter; Vorknecht; Großknecht; Rentmeister, auch Architekt
Bawman = der in der Gemeinde vollberechtigte Bauer
Bierrufer =Bedeutung: Jemand, der den Namen des Brauers, der frisch gebraut hat, und den Bierpreis ausruft
|